Bürobeleuchtung – Licht ist wichtig
Für die Gestaltung eines angenehmen und funktionalen Arbeitsplatzes spielt die Beleuchtung im Büro eine wichtige Rolle. Ungeeignete Lichtverhältnisse können als unangenehm empfunden werden, die Augen beanspruchen und Müdigkeit oder Konzentrationsprobleme begünstigen. Eine angemessene Beleuchtung unterstützt gute Sehbedingungen und kann dazu beitragen, visuell bedingte Fehler und Gefährdungen zu vermeiden.
Eine Kombination aus direkter und indirekter Beleuchtung kann zu ausgewogenen Lichtverhältnissen am Arbeitsplatz beitragen. Geht es um die Arbeitsplatzbeleuchtung, sind jedoch viele Faktoren zu berücksichtigen, denn hierbei handelt es sich um ein komplexes Thema.
Tageslicht – ein wichtiger Aspekt der Bürobeleuchtung
Bei einem Beleuchtungskonzept für das Büro muss viel beachtet werden. Ein wichtiger Faktor ist dabei das Tageslicht. Natürliches Tageslicht lässt sich durch künstliche Beleuchtung nur begrenzt nachbilden. Insbesondere für Menschen, die einen großen Teil des Tages in Innenräumen verbringen, spielt Tageslicht bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes eine wichtige Rolle. Idealerweise wird der Schreibtisch in Fensternähe platziert, um möglichst viel Tageslicht zu nutzen. Dabei sollte der Schreibtisch möglichst parallel zum Fenster ausgerichtet sein, um direkte Blendung durch die Sonne zu vermeiden.
Kleiner Ausflug zu den Begriffen „Leuchte“ und „Lampe“
Auch wenn es definitionsgemäß nicht korrekt ist, benutzen wir in diesem Text gelegentlich den Begriff „Bürolampe“ statt „Büroleuchte“. Diese Begriffe haben sich im allgemeinen Sprachgebrauch so eingebürgert. Streng genommen handelt es sich bei einer Lampe nur um das Leuchtmittel und bei einer Leuchte um alles, was sich um das Leuchtmittel herum befindet beziehungsweise zum Betreiben des Leuchtmittels notwendig ist. Dazu gehören beispielsweise Lampenschirm, Reflektor, Glas, Elektronik, Halterungen, Leuchtenarm, Standfuß, Tischklemme oder weitere Elemente.
Die Geschichte der Bürobeleuchtung
Spezielle Büroleuchten gibt es schon seit langer Zeit. Bereits Jahre bevor die ersten Computer in Büros eingesetzt wurden, gab es Lösungen für die Bürobeleuchtung. Der technische Fortschritt hat sich über die Jahre deutlich bemerkbar gemacht, insbesondere im Bereich der Beleuchtung. In der Vergangenheit genügte es häufig, wenn Büroleuchten ausreichend hell und optisch ansprechend waren. Heute spielen weitere Kriterien eine Rolle. Das beginnt bei der Wirtschaftlichkeit und reicht bis zu Aspekten wie Energieverbrauch und Lebensdauer der eingesetzten Leuchtmittel.
Die Geschichte der Bürobeleuchtung ist sehr bewegt. Bevor es die erste richtige Bürolampe gab, kamen vorwiegend Kerzen und Öllampen zum Einsatz. Danach folgten Glühlampen beziehungsweise Glühbirnen, die einen vergleichsweise hohen Stromverbrauch und eine begrenzte Lebensdauer aufwiesen. Sie mussten entsprechend häufig ausgetauscht werden. Später kamen Leuchtstoffröhren für die Allgemeinbeleuchtung zum Einsatz. Die Deckenleuchten, die damals in vielen Büros verwendet wurden, erzeugten häufig ein gelbliches und warmes Licht. Teilweise waren sie zudem durch ein Summen akustisch wahrnehmbar. In Schreibtischlampen wurden oft klare Glühbirnen eingesetzt. Ergonomische Büroleuchten im heutigen Sinne waren damals noch wenig verbreitet. Einerseits waren die technischen Möglichkeiten begrenzter, andererseits wurde der ergonomischen Gestaltung der Beleuchtung weniger Aufmerksamkeit geschenkt als heute.
Glühbirne
Die Ära der konventionellen Glühbirne ist weitgehend zu Ende. Das Licht der Glühlampe wird mithilfe eines glühenden Wolframdrahtes erzeugt. Das Licht strahlt gleichmäßig in alle Richtungen und weist typischerweise eine warme Farbtemperatur von etwa 2.700 Kelvin auf. Glühbirnen wurden lange Zeit vor allem im privaten Wohnbereich eingesetzt und lassen sich einfach dimmen. Aufgrund ihres vergleichsweise geringen Wirkungsgrades wurden auf europäischer Ebene Mindestanforderungen an die Energieeffizienz eingeführt, wodurch klassische Glühlampen weitgehend aus dem Handel verschwunden sind. Nur ein vergleichsweise kleiner Teil der eingesetzten elektrischen Energie wird bei klassischen Glühlampen in sichtbares Licht umgesetzt. Ein großer Teil wird als Wärme abgegeben.
Halogen
Die Halogenglühlampe stellt im Grunde eine Weiterentwicklung der klassischen Glühlampe dar. Obwohl sie kompakter ausfallen kann, basiert ihre Funktionsweise auf einem ähnlichen Prinzip. Sie besteht aus einem Glaskolben mit Halogengasfüllung. Das erzeugte Licht kann heller und je nach Ausführung etwas kühler wirken. Typische Farbtemperaturen liegen ungefähr zwischen 2.600 und 3.300 Kelvin. Halogenlampen wurden unter anderem in Bereichen eingesetzt, in denen eine hohe Lichtleistung und gute Dimmbarkeit gefragt waren. Gegenüber klassischen Glühlampen weisen sie typischerweise einen etwas höheren Wirkungsgrad auf.
Leuchtstoffröhre
Leuchtstoffröhren oder Leuchtstofflampen gibt es in verschiedenen Bauformen. Bei modernen Leuchtstofflampen wird durch eine Gasentladung ultraviolette Strahlung erzeugt, die mithilfe einer Leuchtstoffbeschichtung in sichtbares Licht umgewandelt wird. Kompaktleuchtstofflampen sind kleiner als klassische Leuchtstoffröhren und können bei vergleichbarer Lichtleistung einen geringeren Energieverbrauch als herkömmliche Glühlampen aufweisen. Sie sind in unterschiedlichen Lichtfarben beziehungsweise Farbtemperaturen erhältlich. Mithilfe geeigneter Vorschaltgeräte können bestimmte Ausführungen gedimmt werden. Der tatsächliche Wirkungsgrad hängt unter anderem von Bauart, Betriebsbedingungen und Vorschaltelektronik ab.
LED
LED-Lampen gehören heute zu den verbreiteten Leuchtmitteln. Sie erzeugen Licht mithilfe von Halbleitern. Dabei wird elektrische Energie in Licht umgewandelt. LED-Leuchten lassen sich je nach Ausführung und eingesetzter Elektronik dimmen. LEDs sind in unterschiedlichen Lichtfarben erhältlich – von warmweiß über neutralweiß bis tageslichtweiß. Viele heute erhältliche LED-Lichtquellen weisen bei vergleichbarer Lichtleistung einen geringeren Stromverbrauch als klassische Glühlampen auf. Der konkrete Verbrauch hängt vom jeweiligen Produkt und dessen technischen Eigenschaften ab. Der tatsächliche Wirkungsgrad ist von der jeweiligen LED, der Konstruktion der Leuchte und der eingesetzten Elektronik abhängig.
Die richtige Arbeitsplatzbeleuchtung – das sagt das Arbeitsschutzgesetz
Die Gestaltung der Bürobeleuchtung ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch Bestandteil der Anforderungen an Arbeitsstätten. Nach § 3 und § 5 des Arbeitsschutzgesetzes sind Arbeitgeber verpflichtet, Arbeitsplätze so zu gestalten, dass Gefährdungen für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten möglichst vermieden beziehungsweise reduziert werden. Dazu gehört auch eine geeignete Beleuchtung des Arbeitsplatzes. Je nach Arbeitsbereich und Tätigkeit sind unterschiedliche Anforderungen zu berücksichtigen. Vorgaben und Orientierungshilfen für die Beleuchtung von Arbeitsbereichen finden sich unter anderem in der Technischen Regel für Arbeitsstätten ASR A3.4 sowie in einschlägigen Normen wie EN 12464-1.
Lichtbedürfnisse einzelner Menschen – optimale Bürobeleuchtung
Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz umfasst nicht nur Bürostuhl und Schreibtisch, sondern auch die Beleuchtung. Ergonomie bedeutet, Arbeitsumfeld und Arbeitsbedingungen möglichst gut auf die Anforderungen und Bedürfnisse des Menschen abzustimmen. Dazu gehört ebenfalls eine geeignete Beleuchtung.
- Konzentration
Licht beeinflusst den natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus. Geringe Helligkeit kann Müdigkeit begünstigen und sich auf Aufmerksamkeit und Konzentration auswirken. Eine gut auf die Sehaufgabe abgestimmte Beleuchtung kann konzentriertes Arbeiten unterstützen.
- Produktivität
Eine geeignete Arbeitsplatzbeleuchtung schafft gute visuelle Bedingungen für unterschiedliche Tätigkeiten. Ausreichende Helligkeit, eine passende Lichtverteilung sowie die Vermeidung störender Blendungen und Reflexionen können dazu beitragen, Arbeitsaufgaben unter angenehmen Sehbedingungen auszuführen.
- Zufriedenheit
Die Gestaltung des Arbeitsplatzes kann dazu beitragen, dass sich Beschäftigte in ihrer Arbeitsumgebung wohlfühlen. Eine angenehme Beleuchtung kann einen Beitrag zu einer komfortablen Arbeitsumgebung leisten.
- Gesundheit
Eine ergonomisch geplante Beleuchtung kann die visuellen Anforderungen am Arbeitsplatz unterstützen. Unzureichende oder ungünstige Beleuchtung kann die Augen beanspruchen und als unangenehm empfunden werden. Auch Blendungen und starke Kontraste sollten möglichst vermieden werden. Tageslicht spielt zudem eine wichtige Rolle für den natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus des Menschen.
- Kostensenkung
Die Nutzung von Tageslicht und eine bedarfsgerechte Beleuchtung können dazu beitragen, den Stromverbrauch für Beleuchtung zu reduzieren. Die tatsächliche Energie- und Kosteneinsparung hängt unter anderem von der vorhandenen Beleuchtungsanlage, Nutzungsdauer, Steuerung und den eingesetzten Leuchten ab.
Wie sich Licht auf den Biorhythmus auswirkt
Der menschliche Tagesablauf wird unter anderem vom natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus beeinflusst. Bei abnehmender Helligkeit verändert sich die Ausschüttung verschiedener Hormone, die am Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt sind. Dazu gehört unter anderem Melatonin. Licht am Morgen beziehungsweise während des Tages kann diesen natürlichen Rhythmus ebenfalls beeinflussen. Die nichtvisuelle Wirkung von Licht hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter Helligkeit, Dauer, Zeitpunkt und spektrale Zusammensetzung des Lichts. Deshalb können bei der Planung einer Beleuchtung neben der reinen Beleuchtungsstärke auch Farbtemperatur, Tageszeit und Nutzungsdauer berücksichtigt werden.
Direkte und indirekte Beleuchtung – die Unterschiede
Wer ein Beleuchtungskonzept für angenehme und ergonomische Arbeitsbedingungen realisieren möchte, sollte sich bei der Lichtplanung mit direkter und indirekter Beleuchtung beschäftigen. Beide Beleuchtungsarten können sich bei der Gestaltung ausgewogener Lichtverhältnisse sinnvoll ergänzen. Der Unterschied ist schnell erklärt:
- Indirekte Beleuchtung: Bei der indirekten Beleuchtung wird Licht beispielsweise über Decken oder Wände reflektiert und zur allgemeinen Raumbeleuchtung genutzt.
- Direkte Beleuchtung: Die direkte Beleuchtung richtet das Licht gezielt auf den Arbeitsplatz oder eine bestimmte Fläche und ermöglicht damit eine punktuelle Beleuchtung.
Wie sieht eine moderne und ergonomische Beleuchtung aus?
Die geeignete Beleuchtung richtet sich immer nach der ausgeführten Tätigkeit und den räumlichen Gegebenheiten. Bei einem durchdachten Lichtkonzept kann eine Kombination aus Tageslicht, indirekter und direkter Beleuchtung sinnvoll sein. Tageslicht spielt bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen eine wichtige Rolle und unterstützt den natürlichen Hell-Dunkel-Rhythmus. Indirekte Deckenleuchten können für die Grundbeleuchtung im Raum sorgen. Eine zusätzliche Arbeitsplatzleuchte ermöglicht eine gezielte Beleuchtung des jeweiligen Arbeitsbereichs. Dabei sollte darauf geachtet werden, Blendungen und störende Reflexionen möglichst zu vermeiden. Arbeitsplatzleuchten sollten sich idealerweise individuell ausrichten und an die jeweilige Sehaufgabe anpassen lassen.
Beleuchtungsstärke
Bei einem geeigneten Lichtkonzept kommt es nicht nur auf die Art der Beleuchtung an. Auch die Beleuchtungsstärke spielt eine wichtige Rolle. Sie beschreibt, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt. Je nach Tätigkeit sind unterschiedliche Beleuchtungsstärken erforderlich oder sinnvoll. Eine für die jeweilige Sehaufgabe geeignete Beleuchtungsstärke kann komfortables Sehen unterstützen. Mit zunehmendem Alter kann der individuelle Lichtbedarf steigen. Auch bei besonders anspruchsvollen Sehaufgaben können höhere Beleuchtungsstärken erforderlich sein. Für konkrete Arbeitsbereiche sollten die jeweils geltenden Anforderungen und Empfehlungen, beispielsweise aus der ASR A3.4, berücksichtigt werden.
Blendung und Reflexion
Wird ein Arbeitsplatz ungünstig ausgeleuchtet, können Blendungen oder Reflexionen entstehen. Licht soll die Sehaufgabe unterstützen und möglichst nicht blenden. Störende Blendungen können das Sehen erschweren und zu ungünstigen Körperhaltungen führen, wenn Beschäftigte versuchen, Reflexionen oder Lichtquellen auszuweichen. Mit einer geeigneten Anordnung von Arbeitsplatz, Lichtquellen und reflektierenden Oberflächen lassen sich störende Blendungen reduzieren.
Dabei wird zwischen Direktblendung und Reflexblendung unterschieden. Die Direktblendung kann beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung oder ungünstig positionierte Leuchten entstehen. Bei der Reflexblendung wird Licht von glatten oder spiegelnden Oberflächen reflektiert. Deshalb sollten Arbeitsplatz und Lichtquellen sinnvoll zueinander angeordnet werden.
Lichtfarbe und Farbwiedergabe
Die Lichtfarbe wird über die Farbtemperatur beschrieben und in Kelvin angegeben. Weißes Licht gibt es in unterschiedlichen Abstufungen. Üblicherweise wird zwischen warmweiß, neutralweiß und tageslichtweiß unterschieden. Während klassische Glühlampen überwiegend warmweißes Licht erzeugten, sind moderne LED-Leuchtmittel in unterschiedlichen Farbtemperaturen erhältlich.
Warmweißes Licht wirkt gelblich bis leicht rötlich und erinnert an das Licht am späten Nachmittag oder Abend. Es wird häufig dort eingesetzt, wo eine warme und behagliche Lichtwirkung gewünscht ist, beispielsweise im Wohn- oder Schlafzimmer. Warmweißes Licht liegt typischerweise im Bereich von etwa 2.700 bis 3.300 Kelvin. Je niedriger die Farbtemperatur, desto wärmer beziehungsweise rötlicher wirkt das Licht.
NeutralweißNeutralweißes Licht wirkt sachlicher und wird häufig in Bereichen eingesetzt, in denen eine klare und funktionale Beleuchtung gewünscht ist. Typische Einsatzbereiche sind beispielsweise Küchen, Bäder, Hobbyräume und Arbeitsbereiche. Der Bereich neutralweißen Lichts liegt ungefähr zwischen 3.300 und 5.300 Kelvin.
TageslichtweißTageslichtweißes Licht besitzt eine höhere Farbtemperatur und wirkt kühler als warm- oder neutralweißes Licht. Es wird häufig in Arbeitsbereichen, Werkstätten oder anderen Bereichen eingesetzt, in denen eine helle und sachliche Lichtwirkung gewünscht ist. Je nach Einteilung beginnt tageslichtweißes Licht ungefähr oberhalb von 5.300 Kelvin.
Die Farbwiedergabe wird häufig über den Farbwiedergabeindex Ra beschrieben. Er gibt an, wie natürlich Farben unter einer Lichtquelle wiedergegeben werden. Für Büroarbeitsplätze werden üblicherweise Lichtquellen mit einem Farbwiedergabeindex von mindestens Ra 80 eingesetzt beziehungsweise gefordert.
Die wichtigsten Fakten in aller Kürze- Der Arbeitsplatz sollte möglichst parallel zur Fensterfront ausgerichtet sein.
- Bei störender direkter Sonneneinstrahlung sollten geeignete Sonnenschutzmaßnahmen vorgesehen werden.
- Reflexionsarme Oberflächen können störende Spiegelungen reduzieren.
- Helle Wand- und Möbelfarben können zu einer gleichmäßigeren Lichtverteilung beitragen.
- Bei der Lichtplanung kann eine Kombination aus Tageslicht sowie direkter und indirekter künstlicher Beleuchtung sinnvoll sein.
- Die Beleuchtung sollte an die jeweilige Sehaufgabe und die räumlichen Gegebenheiten angepasst werden.
Die verschiedenen Arten der Bürobeleuchtung
Im Innenraum kommen unterschiedliche Beleuchtungsarten zum Einsatz, die bei der Lichtplanung berücksichtigt werden können. Dazu gehört beispielsweise Licht für die eigentliche Sehaufgabe, das dabei unterstützt, Details, Kontraste und Farben zu erkennen. Die Grundbeleuchtung wird häufig durch Decken- oder Pendelleuchten realisiert. Ergänzend können Arbeitsplatz- und Schreibtischleuchten für eine gezielte direkte Beleuchtung eingesetzt werden.
Schreibtischleuchten
Eine Schreibtischleuchte richtet das Licht gezielt auf den Arbeitsbereich. Sie kann beispielsweise eingesetzt werden, wenn Dokumente gelesen, geschrieben oder bearbeitet werden. Durch die direkte Beleuchtung können Gegenstände, Bilder und Texte gut sichtbar gemacht werden. Wichtig ist, dass die Schreibtischleuchte ausreichend Licht für die jeweilige Sehaufgabe bereitstellt und dabei möglichst nicht blendet. Für konkrete Anforderungen an die Beleuchtungsstärke sollten die jeweils geltenden Vorgaben für die entsprechende Tätigkeit berücksichtigt werden.
Deckenleuchte / Einbauleuchte
Deckenleuchten und Einbauleuchten übernehmen im Büro häufig die Grundbeleuchtung. Bei der Auswahl sollte berücksichtigt werden, wie die Grundbeleuchtung mit weiteren Lichtquellen kombiniert wird. Rasterleuchten wurden und werden häufig in Büros und anderen Arbeitsbereichen eingesetzt. Durch ihre Konstruktion kann das Licht gezielt gelenkt und die Blendung begrenzt werden. Für Bildschirmarbeitsplätze können Leuchten beziehungsweise Lichtsysteme eingesetzt werden, die störende Reflexionen und Blendungen reduzieren. Eine weitere Möglichkeit sind Deckenpanels mit geeigneter Lichtverteilung und entsprechendem UGR-Wert. Durch Konstruktion und Materialauswahl kann die seitliche Lichtabgabe begrenzt werden.
Pendelleuchten
Pendelleuchten können im Büro zur Grund- oder Arbeitsplatzbeleuchtung eingesetzt werden. Ihr Licht sollte zur jeweiligen Nutzung des Raumes passen und störende Blendung möglichst vermeiden. Besonders flexibel sind höhenverstellbare Pendelleuchten. Je nach Position können sie eine größere Fläche oder einen enger begrenzten Bereich beleuchten.
Stehlampe / Stehleuchte
Stehlampen beziehungsweise Stehleuchten können die Beleuchtung im Raum ergänzen. Je nach Ausführung liefern sie direkte Arbeitsplatzbeleuchtung, indirektes Raumlicht oder eine Kombination aus beidem. Dadurch lassen sich unterschiedliche Beleuchtungssituationen im Büro realisieren. Für die konkrete Arbeitsplatzbeleuchtung sind die jeweiligen Anforderungen an die Sehaufgabe und Beleuchtungsstärke zu berücksichtigen.
Akzentbeleuchtung
Akzentbeleuchtung kann eingesetzt werden, um bestimmte Bereiche, Möbel oder Objekte gezielt hervorzuheben. Dafür eignen sich beispielsweise Downlights, Deckenspots, Einbaustrahler, Lichtleisten oder andere dekorative Leuchten. Akzentbeleuchtung kann zu einer angenehmen Raumatmosphäre beitragen und ergänzt die funktionale Beleuchtung eines Büros.
Arbeiten am Bildschirm
Moderne Bildschirme verfügen in der Regel über entspiegelte Oberflächen und eine eigene Leuchtdichte. Bei der Gestaltung der Beleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen sollte darauf geachtet werden, störende Blendungen, Reflexionen und Spiegelungen möglichst zu vermeiden. Solche Störungen können das Sehen erschweren und als ermüdend oder unangenehm empfunden werden.
Bürobeleuchtung in den unterschiedlichen Büroarten
Großraumbüro, Einzelschreibtisch, Gruppenschreibtisch oder Konferenzraum – die Anforderungen an die Bürobeleuchtung unterscheiden sich je nach Nutzung und Tätigkeit. Es macht beispielsweise einen Unterschied, ob überwiegend am Bildschirm gearbeitet wird, Dokumente gelesen werden oder besonders detailreiche Tätigkeiten ausgeführt werden.
Großraumbüro
Die Beleuchtung eines Großraumbüros stellt besondere Anforderungen an die Lichtplanung. Nicht alle Bereiche lassen sich gleichermaßen mit Tageslicht versorgen. Deshalb spielt die künstliche Beleuchtung eine wichtige Rolle. Die erforderliche Beleuchtungsstärke richtet sich nach der jeweiligen Tätigkeit und den geltenden Anforderungen. Zusätzliche Arbeitsplatzleuchten können sinnvoll sein, um die Beleuchtung individuell an unterschiedliche Sehaufgaben anzupassen.
Einzelschreibtisch
Bei einem Einzelschreibtisch kann es sinnvoll sein, die Allgemeinbeleuchtung um eine flexible Arbeitsplatzleuchte zu ergänzen. Dadurch kann die Beleuchtung individuell an die jeweilige Sehaufgabe angepasst werden. Praktisch sind Leuchten mit mehreren Bewegungspunkten, schwenkbarem Leuchtenkopf, Dimmfunktion oder einstellbarer Farbtemperatur.
Gruppenschreibtisch
Auch bei Gruppenschreibtischen kann die Grundbeleuchtung durch individuelle Arbeitsplatzleuchten ergänzt werden. Dadurch können Beschäftigte die Beleuchtung ihres Arbeitsplatzes unabhängig voneinander einstellen. Für gemeinschaftlich genutzte Arbeitsflächen können zusätzlich Steh- oder Pendelleuchten eingesetzt werden.
Konferenzräume
Das Beleuchtungskonzept für Konferenzräume sollte die unterschiedlichen Nutzungsarten des Raumes berücksichtigen. Der Konferenztisch bildet häufig den zentralen Bereich. Für die Grundbeleuchtung können beispielsweise Decken- oder Pendelleuchten eingesetzt werden. Ergänzend können zusätzliche Lichtquellen oder individuell steuerbare Beleuchtungslösungen sinnvoll sein. Ambientebeleuchtung kann dabei helfen, unterschiedliche Lichtstimmungen für verschiedene Nutzungssituationen zu schaffen.
Dynamische Beleuchtung des Arbeitsplatzes
Die Anforderungen an die Beleuchtungsstärke richten sich nach dem jeweiligen Arbeitsbereich und der ausgeführten Tätigkeit. Darüber hinaus kann bei modernen Beleuchtungssystemen auch die Farbtemperatur verändert werden. Dynamische Lichtsteuerungen ermöglichen es, Beleuchtungsstärke und Farbtemperatur im Tagesverlauf anzupassen. So können beispielsweise morgens, mittags und am späten Nachmittag unterschiedliche Lichteinstellungen verwendet werden. Einige Systeme orientieren sich dabei am natürlichen Verlauf des Tageslichts. Die nichtvisuelle Wirkung von Licht hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, darunter Helligkeit, Lichtspektrum, Dauer und Zeitpunkt der Beleuchtung.
Dynamische Beleuchtung kann deshalb dazu genutzt werden, unterschiedliche Lichtbedingungen im Tagesverlauf bereitzustellen und die Beleuchtung an Nutzung und Tageszeit anzupassen. Lichtsteuerungssysteme können dazu beitragen, Beleuchtung nur bei Bedarf einzusetzen und dadurch – abhängig von Nutzung und vorhandener Anlage – den Stromverbrauch der Beleuchtung zu reduzieren. Eine bedarfsgerechte Lichtsteuerung kann den Energieverbrauch für Beleuchtung reduzieren. Die tatsächliche Einsparung hängt jedoch unter anderem von der bestehenden Beleuchtungsanlage, der Nutzungsdauer, der Belegung der Räume und der eingesetzten Steuerungstechnik ab. Bewegungsmelder und Tageslichtsteuerungen können zusätzlich dazu beitragen, Beleuchtung bedarfsgerecht zu steuern. Damit kann eine geeignete Lichtsteuerung den Energiebedarf für die Beleuchtung und die damit verbundenen Betriebskosten reduzieren.
Beleuchtung im Unternehmen: Was ist der Bedarf?
Unternehmen müssen bei der Beleuchtungsplanung unterschiedliche Anforderungen miteinander verbinden. Einerseits sollen geeignete und ergonomische Lichtbedingungen für die Beschäftigten geschaffen werden. Andererseits spielen auch Energieverbrauch und Betriebskosten eine Rolle. Vor einer Umstellung der Beleuchtung ist es deshalb sinnvoll, zunächst den tatsächlichen Bedarf zu analysieren: Wo wird Beleuchtung benötigt? Welche Tätigkeiten werden an den jeweiligen Arbeitsplätzen ausgeführt? Welche Beleuchtungsstärken sind erforderlich? Welche Möglichkeiten zur Steuerung bestehen? Welche Bedeutung haben Energieverbrauch und Betriebskosten? Je größer und komplexer die Arbeitsumgebung ist, desto anspruchsvoller kann die Planung eines Beleuchtungskonzeptes werden. In solchen Fällen kann die Unterstützung durch Fachplaner sinnvoll sein.
Geeignete Bürobeleuchtung – wichtige Aspekte im Überblick
Eine ergonomisch geplante Beleuchtung trägt zu geeigneten visuellen Bedingungen am Arbeitsplatz bei. Dabei spielen unter anderem ausreichende Beleuchtungsstärke, passende Lichtverteilung, geeignete Farbtemperaturen sowie die Begrenzung von Blendungen und Reflexionen eine Rolle. Eine geeignete Beleuchtung kann konzentriertes Arbeiten unterstützen und zu einer angenehmen Arbeitsumgebung beitragen. Auch der Energieverbrauch sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Leuchten mit geringerem Stromverbrauch sowie bedarfsgerechte Lichtsteuerungen können dazu beitragen, den Energieverbrauch für Beleuchtung zu reduzieren. Die tatsächliche Einsparung hängt von den eingesetzten Produkten und den Nutzungsbedingungen ab. Damit verbindet eine moderne Lichtplanung funktionale, ergonomische und wirtschaftliche Anforderungen.
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