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Wissenswertes


Beschwerdefrei im Home Office arbeiten - Ein ergonomischer Check-Up

Home Offices wie diese gibt es viele. Betrachtet man die ergonomischen Aspekte der Arbeitsplätze, verliert das Heimbüro in den meisten Fällen gegenüber dem Firmen-Arbeitsplatz. Dabei gelten für beide die gleichen ergonomischen Anforderungen...


Home Office ergonomisch einrichten.Wenn Gebietsverkaufsleiter Tobias Reichmann nach einer Tour die Tür seines Hauses aufschließt, ist sein Arbeitstag noch nicht vorbei. Gesprächsprotokolle, Reisekostenabrechnungen und die nächste Gesprächsvorbereitung stehen an.

Das meiste erledigt er inzwischen mit seinem Notebook. Dazu hat er sich, seit die Kinder da sind, eine kleine Ecke im Wohnzimmer eingerichtet. Die kleine Arbeitsfläche ist voll von Unterlagen, das Notebook hat gerade noch vorne am Tischrand Platz. Wegen des Containers unter dem Tisch muss Herr Reichmann die Beine zur Seite kippen. Oft sitzt er aber auch aus Bequemlichkeit einfach auf der Couch.

Bildquelle: Shutterstock, Bildnummer: 178946237, Urheberrecht: Ollyy


Falsche Haltung führt zu Beschwerden

Home Offices wie diese gibt es viele: Das Spektrum reicht von der professionell eingerichteten Basis im separaten Raum bis zur umgedrehten Holzkiste als Sitz im Schlafzimmer. Betrachtet man die ergonomischen Aspekte der Arbeitsplätze, verliert das Heimbüro in den meisten Fällen gegenüber dem Firmen-Arbeitsplatz. Dabei gelten für beide die gleichen ergonomischen Anforderungen, will man dauerhaft Beschwerden wie Rücken- oder Nackenschmerzen, brennende Augen oder Kopfschmerzen vermeiden. Selbst mit kleinen Investitionen können deutliche Verbesserungen erzielt werden. Ergonomisch Sitzen am Arbeitsplatz.
 

Richtig sitzen im Home Office und im Büro

Wichtig ist, das die Möbel dem Menschen angepasst werden. In der richtigen Höhe sitzt man, wenn beim Auflegen der Unterarme auf den Tisch ein rechter Winkel von Unterarm zu Oberarm entsteht. Das sollte auch für den Winkel Oberschenkel zu Rumpf und Unterschenkel zu Oberschenkel gelten.

Reichen bei richtiger Sitzhöhe die Füße nicht vollflächig auf den Boden, kann man mit einer Fußstütze ausgleichen. Sorgen Sie für Beinfreiheit, sonst verdrehen Sie sich. Richtiges Sitzen bedeutet auch, die Sitzfläche voll auszunutzen. Sitzen Sie gerade vor dem Monitor, vermeiden Sie Körperdrehungen. Stellen Sie die Stuhllehne beweglich, dies sollte ohne Kraftanstrengung passieren.
 

Arbeitsfläche und Monitor ergonomisch einstellen

Die von der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) empfohlene Arbeitsfläche beträgt 160 x 80 cm. Das ist für viele Wohnsituationen nicht erfüllbar. Hier kann man sich mit zusätzlichen Boards oder herausziehbaren Containern für mehr Fläche behelfen, denn es geht viel Produktivität durch das Suchen von Unterlagen verloren. Aber Achtung: Auf keinen Fall den Monitor so aufstellen, dass die oberste Zeile im Monitor über Augenhöhe liegt. Das zwingt den Kopf, nach hinten abzuknicken und belastet die Nackenmuskulatur.

Halten Sie einen Mindestabstand zum Monitor von 50 cm. Wenn möglich, ergänzen Sie bei der Arbeit mit dem Notebook zu Hause mit zusätzlicher Tastatur, Maus und Monitor. Wird viel von Vorlagen abgeschrieben, sollte der Sehabstand zu Vorlage und Monitor identisch sein, das verringert die Zahl der Akkomodationsvorgänge, (Muskelbewegungen im Auge) - an einem Tag bis zu 30.000. Konzepthalter können hier helfen.
 

Ergonomisch richtige Beleuchtung

Achten Sie auf angemessene Beleuchtung. Die Tischfläche sollte reflexionsarm sein. Ordnen Sie den Arbeitsplatz so an, dass Sie keine Spiegelungen auf dem Monitor haben. Denn sonst sind Fehlhaltungen und Fehler vorprogrammiert. Ziehen Sie den Vorhang zu oder investieren Sie in Jalousien, wenn der Tisch nicht verschoben werden kann - das hilft auch bei warmen Temperaturen.

Je individueller Sie das Licht an die Arbeitsplatzsituation anpassen, desto besser ist das Ergebnis. Die Anforderungen sind sehr unterschiedlich, denn je nach Seh-Aufgabe, Alter oder Tageszeit sind verschiedene Beleuchtungsstärken erforderlich. Mit der Zwei-Komponenten-Beleuchtung werden eine indirekte Allgemeinbeleuchtung mit einer direkten Arbeitsplatzbeleuchtung kombiniert. Die Vorteile liegen auf der Hand: die Beleuchtungsstärke kann in Abhängigkeit von der Tätigkeit individuell eingestellt werden. Die Auswahl des Leuchtmittels spart Geld: LED-Leuchtmittel sind herkömmlichen Leuchtmitteln in Sachen Lichtausbeute und Lebensdauer bei Weitem überlegen.
 

Bewegen Sie sich - auch im Home Office!

Eines bleibt das Wichtigste: Bewegen Sie sich. Stehen Sie immer auf, wenn Sie telefonieren. Räumen Sie Unterlagen, die Sie nur einmal am Tag brauchen, so weit weg, dass Sie aufstehen müssen, um sie zu holen. Ergänzen Sie Ihren Arbeitsplatz mit einem Stehtisch und arbeiten Sie abwechselnd im Stehen oder Sitzen. Mobilität ist eine Wohltat für Ihren Bewegungsapparat.
 

Trennen Sie Arbeit und Privates

Home Offices bieten einige Vorteile: Man spart Pendelzeiten, kann Arbeitszeiten flexibler einteilen und bekommt mehr von der Familie mit. Dagegen stören oft Geräuschprobleme, es mangelt an Informationsaustausch mit den Kollegen und sozialen Kontakten. Oft bleibt auch die Disziplin, am Projekt dranzubleiben, auf der Strecke.

Eine klare Trennung von Arbeit und Privatzeit sowie Disziplin in Planung und Ausführung der Tätigkeiten helfen, um zufrieden zu Hause arbeiten zu können. Ausflüge mit dem Notebook nach draußen heben das Wohlbefinden. Wer trotz aller guten Vorsätze nicht zufrieden ist, sollte über einen gemieteten Arbeitsplatz nachdenken, den man schon in vielen Großstädten findet.

Fazit: Hat man sich für ein Home Office entschieden, sollte man genug investieren, um dauerhaft beschwerdefrei und konzentriert arbeiten zu können. So kann die Work-Life-Balance um ein Vielfaches verbessert werden.

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